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Diabetes begünstigt Hautinfektionen
20. Februar 2017 - Dr. Uwe Schwichtenberg

Über sieben Millionen Bundesbürger leiden an Diabetes. Die Erkrankung betrifft die Gefäße, die Organe, den Stoffwechsel und nicht zuletzt auch die Haut: Juckreiz plagt, Hautpilze kehren hartnäckig immer wieder, Wunden heilen schlecht. Deshalb sollten Diabetiker ihrer Haut besondere Aufmerksamkeit und Pflege schenken. Die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) bedeutet eine große Belastung für den Betroffenen, für den gesamten Organismus und nicht zuletzt für die Lebensqualität. Etwa 70 Prozent aller Diabetiker entwickeln im Verlauf ihrer chronischen Stoffwechselerkrankung auch Hautprobleme, bei jedem dritten zählen Hautbeschwerden sogar schon zu den ersten Symptomen der Zuckerkrankheit.

„Ein erhöhter Blutzucker kann zu verschiedenen Störungen der Hautfunktion führen“, erklärt Dr. Andreas Jesper, Hautarzt in Lüdenscheid. Ein anhaltend erhöhter Blutzuckerspiegel beeinträchtigt langfristig die Barrierefunktion der Haut und die immunologische Abwehr von Krankheitserregern, schädigt die Blutgefäße und damit die Versorgung der Haut und beeinflusst die Wahrnehmungsfähigkeit der hauteigenen Nervenenden. „Deshalb ist eine gute Einstellung des Blutzuckerspiegels auch entscheidende Voraussetzung für gesunde Haut“, betont Dr. Jesper. Viele Diabetiker klagen über trockene, zu Juckreiz neigende Haut. Eine konsequente Pflege sei daher unerlässlich, betont Dr. Jesper. Kommt es zu einem geröteten, entzündlichen Austrocknungsekzem, das vor allem an den Unterschenkeln auftritt, oder entwickeln sich juckende Knötchen, sollte ein Hautarzt zu Rate gezogen werden.

Aufgekratzte Haut kann sich entzünden und mit Bakterien infizieren – dann ist ebenfalls der Hautarzt gefragt. Hautinfektionen zählen zu den häufigsten Hauterkrankungen bei Diabetikern. Die diabetische Stoffwechsellage erhöht insbesondere das Risiko für Pilzinfektionen. „Mykosen sind manchmal ein erster Warnhinweis auf einen bestehenden Diabetes oder zeigen, dass der Blutzucker nicht richtig eingestellt ist“, berichtet Dr. Jesper. Auf „überzuckerter“, abwehrgeschwächter Haut und Schleimhaut können sich insbesondere Hefepilze (Candida albicans) leichter ausbreiten. Häufig tritt ein Hefepilzbefall in Form von Mundsoor mit weißlichen Belägen an der Zunge auf. Im Genitalbereich führt eine Candida-Infektion zu geschwollenen, juckenden Schleimhäuten. Vor allem bei übergewichtigen Menschen kann der Hefepilz auch in größeren Hautfalten an der Leiste oder unter der Brust gut gedeihen und macht sich durch entzündlich gerötete, manchmal nässende, schuppende Hautareale bemerkbar. Diabetiker leiden auch vermehrt unter hartnäckigen Fuß- und Nagelpilzerkrankungen, die nicht selbst behandelt, sondern dem Hautarzt vorgestellt werden sollten. Infolge von Nervenschädigungen (Neuropathie) bei fortgeschrittenem Diabetes werden oft Druckstellen und kleine Verletzungen an den Füßen nicht bemerkt. Zudem heilen diese aufgrund der beeinträchtigten Blutversorgung (Mikroangiopathie) schlechter – und bilden damit ideale Eintrittspforten für Bakterien, die beispielsweise eine gefährliche Wundrose (Erysipel) verursachen können. „Die Füße benötigen daher besondere Aufmerksamkeit und Pflege“, betont Dr. Jesper. Wundheilungsstörungen und Infektionen sind stets ein Fall für den Hautarzt.

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