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Sprechstunde zur Neurodermitistherapie bei Erwachsenen

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Thema: Ekzeme rund um Lippen
2016-03-15
Autor:
Sternchen
Guten Tag Dr. Wollenberg / Dr. Schwichtenberg

Ich kann nicht sagen wie froh ich grad bin Ihre Seite gefunden zu haben! :) ich bin 25 und habe seit ca. 3 Jahren ein Problem mit Ekzemen rund um den Mund / Lippen.
Andere Diagnosen: Heuschnupfen, Milben, Leiche ND (?), Akne am Rücken, Mischhaut.

Ich hatte schon immer mal Ekzeme und empfindliche Haut, aber die Ekzeme an den Lippen begannen im Februar 2013 "schlagartig". Ich hatte damals von der Pille auf das Implanon gewechselt (Verhütung) und gleichzeitig mit einer leichten Dosierung Roaccutane gegen meine Akne begonnen. Ich pflege meine Haut sehr gut, creme wohl zu oft ein, damals vllt auch zu fettige Cremes. Es begannen direkt an den Lippen / Übergang zur normalen Haut gelblich-rauhe Ekzeme zu entstehen die die ersten paar Male immer sehr gross und eklig wurden (weil ich sie fettete? Oder wegen Roa / Implanon) Es gab t.w. gelbe Schuppen die abgelöst werden konnten. Igitt! Fast nie Juckreiz, selten nässen die Ekzeme. Seit Roa und implanon zeitgleich abgesetzt (1.5 Jahre) ist es besser.

Nun werden sie nie mehr so schlimm und kommen weniger häufig, aber doch: gelbliche flächlige raue Ekzeme direkt an den Lippen die ohne Behandlung nach ein paar Tagen weggehen. Am besten wirkt Hydrocortison (mit stärkerem Kortison wurde es danach wieder schlimmer, mit Hydrocortison geht es weg und bleibt für Wochen / Monate weg)

Verschlimmernde Faktoren:
Mechanische Beanspruchung der Haut
Zuviel eincremen..mit verschiedenen Produkten
Seelischer Stress? (ich ekle mich dann vor mir selber)

Was kann das sein? Was ansteckendes? Wie damit umgehen? Eincremen oder nicht? Womit? Und ist Hydrocortison ab und zu für 3-4Tage schädlich?
DANKE
Dr. Uwe Schwichtenberg

Experte
Beiträge:540
2016-03-16
Sehr geehrte Fragestellerin

Leider ist eine Diagnosestellung auf diesem Weg nicht möglich. Die Schilderung ist neben Ekzemen unterschiedlicher Ursache (Neurodermitis, Kontaktekzem) auch sehr gut vereinbar mit einer perioralen Dermatitis. Dies wäre ein Krankheitsbild, dass grundsätzlich NICHT mit Cortisoncremes behandelt werden darf, da es darunter zu einer vorübergehenden Besserung kommt, die aber nicht anhält, sondern nach Absetzen umgehend zu einem Wiederaufflammen führt. Die periorale Dermatitis kann durch seelische Belastung und auch durch zu stark fettende Creme verstärkt werden. Also: Hautärztin/Hautarzt aufsuchen!

Ihr Dr. Uwe Schwichtenberg

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