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Sprechstunde zur Neurodermitistherapie bei Erwachsenen

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Thema: Mit 50 kam die ND zurück durch Tragen der Corona-Schutzmaske
2020-11-28
Autor:
Stemalu
Guten Tag,
ich bin 50 Jahre alt, habe seit meiner frühsten Kindheit Neurodermitis, welche jedoch in den letzten 25-30 Jahren nicht zum Ausbruch kam. Statt dessen diverse Nahrungsmittel-Allergien (Milcheiweiß) und Pollenallergie, die ich jedoch durch Vermeidung gut im Griff hatte. Seit Juni diesen Jahres kam es zu Ekzemen/Bläschen/Rötungen/Ausschlag im Gesicht an markanten Stellen: Unter den Augen, Nase, Lippen und Umgebung sowie Kinn. Erst der Verdacht Herpes und/oder periorales Ekzem. Vorstellung bei 2 Hautärzten, die mir antibiotische Salbe verschrieben, jedoch ohne nachhaltigen Erfolg. Besuch bei der Internistin mit Cortison-Tabletten-Kur und Bestimmung des großen Blutbildes. Der Eosinophile-Wert lag bei 13,1% (Normbereich bei 0-3,0%). Cortison-Kur schlug gut an, nach ein paar Tagen nach dem Absetzen bzw Ausschleichen war alles wieder beim Alten. Vorstellung beim 3. Hautarzt mit Pflaster- und PRIK-Test brachte keine wesentlichen Neuigkeiten. Eine arbeitsmedizinische Untersuchung mit großem Blutbild ca 5 Wochen später ergab einen Wert der Eosinophile von diesmal 3%. Meine Stellen im Gesicht sind aber quasi unverändert, obwohl ich mich zB momentan TCM basiert ernähre. Auch habe ich die sogenannte Alltagsmaske gegen ein Faceshield/Visier getauscht, um hier keine Reizung mehr zu provozieren.
Meine 2 Fragen: 1.) Hat die Einnahme von Antihistamin-Tabletten (Cetericin) Auswirkungen auf den Eosinophile-Wert? Also können diese Tabletten den Wert senken?
2.) Wenn nein, dann mache ich zwar momentan irgendetwas richtig, aber es wirkt sich nicht auf die Verbesserung des Hautbildes aus. Was bleibt noch als Lösung? Wie Sie lesen können, bin ich einige Wege gegangen.
Dr. Uwe Schwichtenberg

Experte
Beiträge:540
2020-12-06

Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller


Antihistaminika haben keinen messbaren Einfluss auf die Anzahl der Eosinophilen im peripheren Blut. Antihistaminika reduzieren den Juckreiz, wirken jedoch nicht direkt auf die Haut ein.

Wir sehen aktuell vermehrt Neurodermitis insbesondere an den Händen durch das vermehrte Händewaschen aber auch im Gesicht durch das Schwitzen unter den Masken. Die faceshields haben leider nicht die gleiche Schutzwirkung wie Schutzmasken aber für Personen mit Ekzemherden unter der Maske und an den Scheuerstellen der Maske ist dies natürlich eine Erleichterung. Da Cortisoncremes im Gesicht nicht dauerhaft angewandt werden können, das Problem aber bei fortgesetztem Tragen der Masken bleibt, bieten sich topische Immunmodulatoren (Pimecrolimus, Tacrolimus) 2xtgl dünn aufgetragen an.


Ihr Dr. Uwe Schwichtenberg

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