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Sprechstunde zur Neurodermitistherapie bei Erwachsenen

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Thema: Protopic und Hodgkin
2018-02-01
Autor:
Cati
Hallo,

ich habe ein atopisches Ekzem im Gesicht, vorallem am Kinn, an den Augenlidern und an der Stirn.

Meine Hautärztin verschrieb mir nun Protopic, ich war ganz begeistert davon, hilft sie mir doch ziemlich schnell. Am Anfang habe ich sie über 3 Tage 2 mal täglich total dünn aufgetragen und das Ekzem war weg. Im Moment muss ich sie 2 mal wöchentlich auftragen, damit ich symptomfrei bleibe. Ich habe erst in 5 Wochen wieder einen Termin bei meiner Ärztin und dann möchte ich es angehen, evtl. eine Ursache für das Ekzem zu finden.

Nur bin ich sehr verunsichert wegen der Nebenwirkungen der Salbe. Ich hatte 2015 ein Hodgkin-Lymphom. Damals habe ich diese Salbe noch nicht angewendet. Wenn ich nun die Packungsbeilage lese und auch diverse Seiten im Internet, dann komme ich immer wieder auf diese Lymphomgeschichte. Und da ist nicht nur von kutanen Lymphomen die Rede. Und auch von Lymphknoten-Schwellungen. Am Wochenende tat mir nach auftragen der Salbe auch ein Lymphknoten unter dem Kinn weh. Ob das alles nur Einbildung war, weiß ich nicht. Gestern hab ich sie aufgetragen, da merkte ich wieder gar nichts. Heute gehts den Stellen, an denen ich sie aufgetragen habe gut, dafür sind meine Wangen knallrot.

Ist die Salbe auch bei schon Lymphom vorgeschädigten Patienten bedenkenlos anzuwenden? Meine Hautärztin meinte, bei den geringen Mengen, die ich verwende, wäre das Risiko zu vernachlässigen, eine Nachfrage beim Onkologen ist mir erst im März möglich.

Irgendwelche Medikament bezüglich des Hodgkins muß ich nicht mehr nehmen. Die Chemo ist seit über 2 Jahren abgeschlossen.

Danke im Voraus
Dr. Uwe Schwichtenberg

Experte
Beiträge:526
2018-02-21
Sehr geehrte Fragestellerin

die Langzeitstudien (10 Jahre), die die Gewissheit liefern sollen, dass Tacrolimus (Protopic) nicht mit einem erhöhten Lymphomrisiko verbunden ist, sind mittlerweile durchgelaufen. Zwischenauswertungen haben kein erhöhtes Lymphomrisiko gezeigt. Die Aufnahme von Protopic über die Haut scheint zu gering zu sein. Bei Patienten, die sogar nur eine geringe Fläche wie z.B. das Gesicht zu behandeln haben, sind die Sorgen sicherlich erst recht unbegründet.

Ihr Dr. Uwe Schwichtenberg

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