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Praktische Alltagstipps Kleidung, Entspannungstechniken und Sport bei Neurodermitis

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Kleidung

Der Wahl der Kleidung spielt bei Neurodermitis eine wichtige Rolle. Raue, scheuernde Kleidungsstücke, insbesondere aus Synthetik und grober Wolle, können bei direktem Hautkontakt Juckreiz auslösen bzw. auf der Haut reiben und somit die Entzündungsreaktion fördern.

Zudem sollte die Art der Kleidung auf jeden Fall an die Umgebungstemperaturen angepasst sein: Das Tragen zu warmer Kleidung, z.B. aus dicker Wolle, kann durch den Hitzestau und die vermehrte Schweißabgabe den Zustand der Neurodermitishaut deutlich verschlechtern.

Nach Möglichkeit sollte Kleidung und Bettwäsche aus gut waschbaren, weichen, atmungsaktiven ungefärbten (Natur-)Fasern wie reine Baumwollstoffe, Leinenstoffe, Seide oder auch Mikrofaser verwendet werden. Diese sind hautverträglicher als beispielsweise synthetische Fasern. Etiketten aus Synthetik sollten aus der Kleidung entfernt werden.

Beim Waschen der Kleidung sollten Waschmittelrückstände vollständig entfernt werden, da diese einen Reizeffekt auf die Haut ausüben können. Das Risiko einer von Betroffenen oft vermuteten "Allergie" gegen Waschmittel konnte in Studien jedoch nicht bestätigt werden.

Entspannung

Die Psyche des Betroffenen spielt beim Verlauf der Neurodermitis eine wichtige Rolle. Bekanntlich ist die Haut der "Spiegel der Seele". Stress, Nervosität und psychische Belastung haben einen deutlichen Einfluss auf den Hautzustand und sind in der Lage, einen Neurodermitisschub auszulösen.

Zu einer erfolgreichen Neurodermitis-Therapie gehört, dass die Betroffenen lernen, sich regelmäßig zu entspannen und Stress auslösende Zustände zu umgehen. Zahlreiche spezielle Entspannungstechniken wie autogenes Training, progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen oder Yoga und Meditation kommen dabei in Frage. Diese Techniken können von Jedermann ohne medizinische Vorkenntnisse erlernt werden. Entsprechende Kurse werden von vielen Volkshochschulen und privaten Einrichtungen angeboten. Aber auch das Hören von Musik oder tägliche körperliche Aktivität an frischer Luft wie z.B. Radfahren und Spaziergänge können zur individuellen Enspannung sehr hilfreich sein.

Welche Sportarten sind empfehlenswert?

Bei Neurodermitis sind vor allem Sportarten zu empfehlen, bei denen kein Schweiß auf der Haut verbleibt. Das ist zum Beispiel beim Schwimmen der Fall. Allerdings muss Jeder individuell ausprobieren, ob das chlorierte Wasser von der Haut vertragen wird oder es zu einer Ausweitung der Beschwerden kommt. Die Haut sollte vor dem Wasserkontakt mit einer Pflegecreme oder einem Pflegeschaum eingecremt werden. Anschließend sollte ausgiebig geduscht und die Haut erneut eingecremt werden.

Grundsätzlich gibt es bei der Wahl der Sportart jedoch keine klaren Gebote oder Verbote, da die individuelle Reaktion der Haut sehr unterschiedlich sein kann. Zudem spielt auch hier die Wahl einer geeigneten Kleidung eine wichtige Rolle.

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letztes update dieser seite: 2015-01-15 | © 2015

 
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